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Offnungszeiten:


Historisches Museum "Iskra"
jeden Tag von 9:00 bis 18:30 Uhr


Museum der Rose
jeden Tag von 9:00 bis 18:30 Uhr


Thrakische Grabstätte in Kazanlak
jeden Tag von 9:00 bis 17:30 Uhr


Grabhügel „Golyama Kosmatka“
jeden Tag von 9:00 bis 17:30 Uhr


Tempel im Grabhügel "Schuschmanez"

jeden Tag von 9:00 bis 17:30 Uhr

Ethnographisches Komplex "Kulata"

jeden Tag von 9:00 bis 17:30 Uhr


Haus Petko Staynov

Dienstag  -  von 9:00 bis 12:00

Mittwoch - von 9:00 bis 12:00 und von  13:00 bis 18:00

Donnerstag - von 9:00 bis 12:00 und von  13:00 bis 18:00

Freitag -  von 13:00 bis 18:00

Samstag – von 9:00 bis 12:00 und von  13:00 bis 18:00

THRAKER

An der Grenze zwischen der Stein-Kupfer-Epoche und Bronzeepoche /Ende 4.-Anfang 3.Jt.v.Chr./ beginnt die Dynamik der ethnogenetischen Prozesse allmählich zu wachsen, welche Prozesse zur Bildung der verschiedenen Stammgemeinsamkeiten auf der Balkanhalbinsel und im konkreten Fall – der Thraken – geführt hatten.

Die geografischen Umrisse des Gebiets, auf welchem der thrakische Ethnos gebildet wurde, umfassen das Flusstal von Struma und Vardar im Südwesten, die Inseln Thasos und Samothraki, sowie die Küste von Hellespont im Süden, das nordwestliche Kleinasien im Südosten, die Täler von Dnepr und Dnister im Nordosten und  die Karpaten im Norden und Nordwesten.

Um die Wende zwischen der Bronzen- und Eisenepoche /13 -12 Jh v.Chr./  passiert die s.g. Ägäische Völkerwanderung. Die Thraken sind ein unzertrennlicher Teil von diesen Prozessen, wobei ihre Migrationen nur intern sind, d.h. sie passieren innerhalb ihres Wohnlandes. So bildet sich allmählich die annähernde Karte des Siedlungsgebietes der thrakischen Stämme so, wie es uns die antiken Quellen vom 6-5 Jh.v.Chr.  darstellen.

Die Nutzung vom Eisen führt zu wesentlichen sozialen und wirtschaftlichen Änderungen an der thrakischen Gesellschaft.

So  in der zweiten Hälfte des 6.Jh.v.Chr.  führt  die Dynamik der öffentlichen Erscheinungen zu dem Auftauchen einiger staatlichen Bildungen der Thraken, eins davon auf dem Territorium vom südostlichen Teil Thrakiens – und nämlich die militärische Vereinigung der Odrysen.

Die Urbanisierungsprozesse verstärken sich im Ergebnis von der fortgeschrittenen Entwicklungsetappe der staatlichen Formen und von den intensiven Handelskontakten mit den griechischen Kolonien an der Küste. Meist dynamisch sind diese Prozesse im 4. und in der ersten Hälfte des 3.Jh.v.Chr. Zu dieser Zeit gehört das entdeckte  im Tal von Kazanlak eins der Stadtzentren der Odrysen – Seuthopolis. Außerdem sind die zahlreichen Hügel im Tal ein unzertrennlicher Teil der thrakischen Kultur, in welchen Hügeln infolge der archäologischen Ausgrabungen manche der reichsten Bestattungen und monumentale Grabstätten in ganz Thrakien entdeckt wurden.

 

Goldenes Kylix vom Hügel Golyama Kosmatka

Silbernes gegenstand vom Hügel Golyama Kosmatka

Silbernes Kännchen vom Hügel Golyama Kosmatka

THRAKISCHE KULTUR WÄHREND DER HELLENISTISCHEN EPOCHE

Im ersten Saal  der Ausstellung können sich die Besucher mit den Begräbnispraktiken der Thraken und mit den materiellen Resten davon bekannt machen. Text- und Bildmaterial stellt einen Teil der monumentalen Denkmäler dar, die im Tal der Thrakischen Könige und genauer in den  Grabstätten,  in den Hügeln Golyama Arsenalka, Ostrusha, Shushmanets, in den  Grabstätten bei Kazanlak und Maglizh entdeckt wurden. Ein Modell der Grabstätte unter dem Hügel Golyama Arsenalka vermöglicht die Veranschaulichung der Bautechnik und der Baumerkmale der Grabstätten, sowie die Weise der Anhäufung der Hügelaufschüttung. Unter den Exponaten sind auch Bauelemente von der Verzierung der Grabstätte im Hügel Ostrusha  und zwei Sätze silberne Zierden für die Pferdeausrüstung dargestellt. Eine ziemlich große Anzahl der dargestellten Gegenstände wurde bei den Ausgrabungen der Nekropole von Seuthopolis gefunden – örtliche und eingeführte Keramikgefäße, Metallerzeugnisse, Schmücke, Tonkränze von den Bestattungen. Die Thraken waren als manche der besten Krieger in der antiken Welt berühmt – in der Ausstellung sind deshalb  Elemente der Schütz- und Angriffsausrüstung / Panzer, Schwerter, Speer und Pfeilspitzen/.

Der zweite Saal von der Ausstellung ist der Odrysenhauptstadt Seuthopolis gewidmet. Illustrative Tafeln machen die Besucher mit der Geschichte der Untersuchung der Stadt, mit seinem Plan und Gestaltung, mit seinem Schicksal nach dem Ende der Ausgrabungen und mit dem Projekt seines künftigen eventuellen Exponierens bekannt. Unter den Exponaten sind ein Teil des Wandputzes vom Thronsaal des Schlosses, Kultfeuerstätten /die s.g. „Eshari“/, Bauelemente von der Verzierung der Gebäude, zahlreiche Gegenstände  vom Haushalt und vom Alltag der Stadteinwohner. Die Handelskontakte der Stadt sind mit  eingeführter griechischer feiner Speisekeramik, sowie mit einer Amphora veranschaulicht.

Im Tresorsaal sind die wertvollsten, meist attraktiven und hoch künstlerische Exponate ausgestellt, die die thrakische Kultur während  der hellenistischen Epoche darstellen. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen – in der ersten Hälfte sind persönliche Sachen und die Grabgeschenke, gefunden während der Untersuchungen  in den Hügeln: „Malkata Mogila“, „Leshnikova mogila“, „Kasabova mogila“ und „Svetitsa“  von Gräbern  der Vertreter der thrakischen Oberschicht. Darunter heben sich die s.g. Goldene Mask von Teres und der goldene  Siegelring vom Hügel „Svetitsa“, die goldenen Halsketten und  der Ring vom Hügel „Malkata Mogila“, sowie der feingefertigte Spiegel aus Bronze vom Hügel „Kasabova mogila“ hervor.

Im Mittelpunkt der zweiten Hälfte der Ausstellung sind  die Funde, die in der Grabstätte unter dem Hügel “Golyama Kosmatka” entdeckt wurden. Für diese Grabstätte vermutet man, dass da einer der Herrscher der Odrysen und Gründer von Seuthopolis – Seuthes III begraben wurde. Zentraler Platz  ist für den goldenen Kranz mit Eichenblättern und Eicheln bestimmt.  In den restlichen Schaukasten  sind Bewaffnungselemente ausgestellt – Helm und Kniestützen aus Bronze, ein Satz goldene Zierde für Pferdenausrüstung, der Griff von einem Schwert – fein dekoriert und vergoldet, goldene Zierden für einen Panzer, elegante Gefäße aus Edelmetall – ein  goldener Kylix, ein Silbergefäß in der Form einer Meeresmuschel mit Vergoldung, silberne Kännchen und Tasse, Silbergefäße.

Hausmeister:

Meglena Parvin

Telefon: +359 431 99031

E-mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it