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Offnungszeiten:


Historisches Museum "Iskra"
jeden Tag von 9:00 bis 18:30 Uhr


Museum der Rose
jeden Tag von 9:00 bis 18:30 Uhr


Thrakische Grabstätte in Kazanlak
jeden Tag von 9:00 bis 17:30 Uhr


Grabhügel „Golyama Kosmatka“
jeden Tag von 9:00 bis 17:30 Uhr


Tempel im Grabhügel "Schuschmanez"

jeden Tag von 9:00 bis 17:30 Uhr

Ethnographisches Komplex "Kulata"

jeden Tag von 9:00 bis 17:30 Uhr


Haus Petko Staynov

Dienstag  -  von 9:00 bis 12:00

Mittwoch - von 9:00 bis 12:00 und von  13:00 bis 18:00

Donnerstag - von 9:00 bis 12:00 und von  13:00 bis 18:00

Freitag -  von 13:00 bis 18:00

Samstag – von 9:00 bis 12:00 und von  13:00 bis 18:00

ETHNOGRAFIE

Die ethnografische Ausstellung des Historischen Museums „Iskra“ widerspiegelt die Besonderheiten in der Lebensweise und Kultur der Menschen im Rosental. Im 18. und 19 Jh  siedeln mehrere Bulgaren aus den Städten Koprivshtitsa und Klisura, Tarnovo, Gabrovo, Tryavna nach Kazanlak um.  Die Umsiedler hoffen auf  besseres Leben, sie sind strebsam und  arbeitsbereit. Im 17 Jh. erscheint im Tal die ätherisch-ölhaltige Rose. All dies sind Voraussetzungen für die schnelle Entwicklung in Kazanlak von  Handwerken, Handel, Viehzucht und so verwandelt sich die Stadt in eine der meist anziehendsten Städte an den Südhängen des Balkangebirges.

Unsere Gäste können sich Exponaten wie Kupfergefässe, Tontöpfe, Männerkleidung aus Wollenstoff, Besatzschnuren und Goldschmiederzeugnisse ansehen.

Die traditionelle Volkstracht im Gebiet von  Kazanlak ist die Trägerrock-Tracht. Zu der Frauenkleidung gehören auch Hemd, Schürze, Kopftuch, Gurt, Kniestrümpfe und unterschiedliche Oberkleidung , in Abhängigkeit von der Jahreszeit. Der Trägerrock ist aus selbstgewobenem Stoff, in Schwarz und ohne Ärmel und mit reich geschmückten Streifen von selben Stoff. Diese Stoffstreifen werden im Gürtel eingezogen und haben nicht nur dekorative, sondern auch praktische Funktion. Während der Arbeit auf dem Feld werden diese Streifen vorne hineingebracht und machen das Kleid bequemer für die Arbeit. Diese Tracht endet gewöhnlich mit dem traditionellen Frauenkopftuch. Das Binden der Kopftücher ist regional bestimmt. Hier wird die Bindweise der Umsiedler von Gabrovo und Tarnovo angenommen. Im Museum kann man sich Sammlungen von solchen Streifen und von tüpischen Stickereien ansehen, die das feine Gespür der bulgarischen Frau für Schönheit und Bequemlichkeit beweisen, die bunte Geschichten für Liebe, Hoffnung und reiches Gemütsleben erzählen.

Eine Hauptergänzung zu der Tracht und zu der Schönheit der Frau sind  die Schmücke aus unterschiedlichem Material und mit unerschiedlicher Form. Ausgestellt sind verchiedenartige Gürtelschnallen, Stirnschmücke, Gürtel und Kolliers, die die Besucher mit ihrer Schönheit und meisterhafter Anfertigung verblüffen. Die örtlichen Goldschmiede unterscheiden sich von den anderen damit, dass sie ihre Schmücke mit der Rose kennzeichnen.

Die Männerkleidung in Kazanlak besteht aus schwarzen Kleidungsstücken. Charktervoll sind die Männerpluderhose, geschmückt mit Besatzschnuren und Ösen, und weßes Hemd aus Baumwolle. Über dem Hemd trägt man Westen aus rotem groben Wollenstoff, wobei die unterschiedlichen Nuancen der Farbe den Familienstand des Mannes andeuten: hell für die Junggesellen, dunkel für die Verheirateten und fast schwarz für die Greise. Die Fellenkappe, am häufigsten aus Schaffsfell gemacht, die Beinwicklungen und  die Opanken beenden die traditionelle bäuerliche Männertracht.

Die Rosenöldestillation gibt den Anstoss zu der Entwicklung anderer begleitenden Handwerke. „Die Rose gibt dem Tal ihren Namen, verwandelt sich im Symbol der bulgarischen Nation und ist eine schöne Botschaft für nahen und fernen Völker, wird sogar ein Segen oder ein Fluch für Leben und Schicksal der Leute“ (P. Konstantinov). Noch vom Altertum her symbolisiert die Rose die Vollkommenheit und  die Leidenschaft. Man hat sie immer als eine rituelle Pflanze empfunden und  deshalb ist der Besuch im Rosental auch heute noch eine Art Magie. Die zärtlichen und  duftenden Rosenblütensind  in den Fransendecken und Teppichen eingewoben, an den Hemden, Kissen und Decken gestrickt, an den Gürtelschnallen,  Gürteln und Armbändern geschmieden, an den Ikonen, Kleidertruhen, Krügenund Kupfergefässen bemalt, in den Schnitzereien der Zimmerdecken, der Türen und Brunnen eingeritzt.

Die ethnografische Sammlung von der Museumausstellung stellt auch die charakteristischen Merklmale der Lebens- und Denkweise der örtlichen Bewohner. Die Rose als Kultur verlangt ganzjährige Arbeit und  deshalb verkörpert sie das Wesentliche für die Bulgaren – hartnäckige und hingebungsvolle Arbeit, Freude von den erreichten Ergebnissen, Beachtung der Details und enorme Liebe zur Erde.

 

Hausmeister:

Venelina Peeva

Telefon: +359 431 99050

E-mail:  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it