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Museum der Rose

  • Anschrift: 6100 Kazanlak, Park "Rosarium" /parking: ul. Voynishka 1/

  • Öffnungszeiten: jeden Tag von 9:00 bis 18:30 Uhr

  • Eintrittskarten:
  1. Erwachsene - 6 BGN
  2. Lernende (Schüler und Studenten ) - 2 BGN
  3. Kinder unter 7 Jahren: frei
  4. Vortrag auf Bulgarisch - 10 BGN
  5. Vortrag auf einer Fremdsprache - 20 BGN
  6. Freier Eintritt: jeden letzten Montag des Monats.

  • Fotos:
  1. mit Fotokamera - 5 BGN
  2. mit Filmkamera - 20 BGN
  • Telefon: +359 431 6 40 57
  • E-mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

 

Die Rosenölherstellung und noch mehr der Handel mit Rosenöl verwandeln sich in eine der meist attraktiven „Visitenkarten“ des Kazanlak –Gebiets und der bulgarischen Wirtschaft. Noch vor ca. einem Jahrhundert behauptet man mit Recht, dass die „Rosenkultur in Bulgarien, zum Zweck Gewinn von Rosenöl nicht nur die älteste und  die meist attraktive Industrie in unserem Land ist, sondern auch spezifisch und außergewöhnlich für die Region ist“.

In Stadt Kazanlak befindet sich das einzigartige Rosenmuseum. Die erste Museumausstellung, gewidmet den Rosen aus Kazanlak, wurde im Jahre 1967 eröffnet. In 1969 verwandelt sich diese Ausstellung   im Rosenmuseum, welches weltweit unikal ist. Es ist in einem neuen Gebäude im Park Rosarium untergebracht und ist ein Teil vom Historischen Museum „Iskra“ in Stadt Kazanlak.

Das Rosenmuseum verfügt über eine reiche Sammlung von Gegenständen, Fotos und Dokumenten, die die Geschichte vom Anbau der bulgarischen  ölhaltigen Rosen erzählen. Die Exponaten sind in drei Sälen ausgestellt. Im Museum kann man sich auch Werkzeuge für die Bearbeitung der Rosengärten, Gefäße für Aufbewahrung und Ausfuhr von Rosenöl und Rosenwasser ansehen. Wiederherstellt sind auch ein Lager für Rosenöl sowie das erste Labor für die Untersuchung der Reinheit des Rosenöls. Dieses Labor wurde   im Jahre 1907 von Hristo Yaramov eröffnet. Das passiert in einem schweren Moment für die Rosenherstellung in Bulgarien: damals erscheint die s.g. „Tereshe“ – die Fälschung des echten Rosenöls. In der Zeit, wenn die Drohung existiert, dass der gute Ruf des bulgarischen Rosenöls als das beste in der Welt vernichtet wird, ist das Labor von Hristo Yaramov ist ein erfolgreicher Versuch zur Vereitelung  dieser schädlichen Praxis.

Sehenswert in der Museumasustellung ist ein spezielles Gefäß für Rosenöl („Konkuma“), welches zum letzten Mal im Jahre 1947 benutzt wurde, aber immer noch nach Rosen duftet.

Im Museum haben die Touristen die Möglichkeit, Rosenöl, verschiedene Produkte von ölhaltigen Rosen, Kosmetika, Rosenlikör, Rosenschnaps und Souvenirs, die mit der Lebensweise und mit der Kultur der Rosenhersteller verbunden sind,  zu kaufen.

Die ölhaltige Rose

Die ölhaltige Rose Rose damascene mill. f. trigintipetala, wurde in Bulgarien von Indien durch Persien, Syrien und durch die Türkei übertragen. Im Tal zwischen den Gebirgen Balkan und Sredna Gora findet sie ihre zweite Heimat. Das Tal von Kazanlak übernimmt die Bezeichnung „das Rosental“. Am 21. Mai 1837 sagt der deutsche Feldmarschall Helmut von Moltke: „Kazanlak ist das europäische Kaschmir, das türkische Gyulestan – das Land der Rosen“.

Die Rosenzeit dauert ca. 1 Monat – vom 20. Mai bis zum 20. Juni, aber sie hängt von den atmosphärischen Bedingungen im Frühling ab.  Die Rosenernte findet morgens früh von 5 bis 9-10 Uhr statt. Die Technologie, die zugrunde der Herstellung des berümten Rosenöls ist, ist die doppelte Destillaton. So sind in dieser primitiven Weise für die Füllung eines Kessels 15 Kg Rosenblüten und 60 L reines Wasser notwendig. Dieser Vorgang ist sehr arbeits- und produktaufwendig – 1 Kg Rosenöl wird von 3000 Kg Rosenblüten gewonnen, und 1 Gramm – von 1000 Rosenblüten. Der Preis auf dem Weltmarkt ist ca. 4000 Euro für Kilogramm Rosenöl.

Das bulgarische Rosenöl ist zweifellos von höchster Qualität in der ganzen Welt. Alle weltberühmten Parfümerie-Unternehmen benutzen es für ihre Rezepturen wegen zwei seiner Haupteigenschaften – es verleit dem Parfüm lange Dauerhaft und auch eine besondere angenehme Duft.

Schon seit 1720  ist es ein unersetzlicher Bestandteil der sich entwickelnden Parfümerie und wird mit Schiffen durch Konstantinopel nach Marseille, London und New York und mit Pferdkarawanen durch Bukarest nach Wien, Paris und Berlin ausgeführt. Im Jahre 1820 hat Doncho Papazov aus Kazanlak das erste bulgarische Unternehmen für Rosenhandel gegründet. Seine Söhne Dimitar und Botyo erweitern danach seine  Tätigkeit. Es folgen die Häuser für Rosenhandel von Kancho Shipkov (1840), von Hristo Hristov  (1863) und von Petko Orozov (1864). Das bulgarische Rosenöl gewinnt goldene Medailles  von den Weltausstellungen in Wien (1873), in Paris (1875), in Philadelphia (1876), Chicago (1893) u.a.

Jedes Jahr, an jedem ersten Samstag und Sonntag im Juni, wird das traditionelle Fest der Rose veranstaltet, welches den Besuchern unvergessliche Erinnerungen an die Schönheit, Fröhlichkeit und Gastfreundlichkeit der Bulgaren anbietet.